6 Versicherungsarten, die jeder Reiseveranstalter benötigt
Lassen Sie uns die sechs wichtigsten Versicherungsarten für Reiseveranstalter besprechen und erklären, warum jede einzelne wichtig ist.
Geraldine Denzon • 7. Juli 2025 • 5 Min. Lesezeit
Wenn Sie beruflich Touren anbieten, brauchen Sie eine Versicherung. So einfach ist das. Doch Versicherung ist nicht gleich Versicherung – es gibt einige spezielle Arten, die für Touranbieter unverzichtbar sind.
In diesem Blogbeitrag stellen wir die sechs wichtigsten Versicherungsarten vor und erklären, warum jede einzelne wichtig ist. Ob Sie also ein Tourunternehmen gründen möchten oder einfach wissen wollen, welche Versicherungen Sie haben sollten – lesen Sie weiter!
Welche Versicherungen brauchen Touranbieter?
Sie denken über die Gründung eines Tourunternehmens nach? Dann haben Sie sicher schon gehört, dass eine Versicherung unerlässlich ist – aber welche Police brauchen Sie? Wir lüften das Geheimnis für Sie.
Jedes Tourunternehmen hat individuelle Anforderungen, die bei der Wahl einer Versicherungspolice berücksichtigt werden sollten. Es gibt jedoch einige grundlegende Deckungsarten, auf die Sie nicht verzichten sollten.
Welche das im Einzelnen sind, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Versicherer. Fragen Sie sich dazu:
Welche Risiken können auftreten, und wie kann ich mich am besten dagegen absichern?
Denken Sie mögliche Risiken im Voraus durch, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Zum Beispiel:
- Wer trägt das Risiko für Sachschäden, Haftung oder andere Risiken, die entstehen, wenn Sie Menschen auf Touren mitnehmen?
- Was, wenn sich ein Kunde bei Ihrer Zipline-Tour das Bein bricht oder sich bei Ihrer Restaurant-Tour eine Lebensmittelvergiftung zuzieht? Wer übernimmt die medizinischen Notfallkosten?
- Was passiert, wenn sich einer Ihrer Tourguides während der Tour verletzt oder an COVID-19 erkrankt?
Die Antworten auf diese Fragen zu kennen ist entscheidend, um sicherzustellen, dass Ihr Tourgeschäft richtig abgesichert ist.
Zudem kann jedes Land eigene Anforderungen stellen, je nachdem, welche Touraktivitäten Sie anbieten. Informieren Sie sich daher gründlich über Ihre Optionen und treffen Sie eine fundierte Entscheidung über die Deckung, die am besten zu Ihren Bedürfnissen passt – auch als kleines Unternehmen.
Nachdem Sie nun wissen, warum eine Versicherung zum Schutz Ihres Unternehmens wichtig ist, sehen wir uns an, welche Policen Sie in Betracht ziehen sollten.

6 Versicherungsarten für Touranbieter
1. Betriebshaftpflichtversicherung
Diese Versicherung sollte jedes Tourunternehmen zu seinem Schutz unbedingt abschließen. Sie deckt die Rechtskosten, wenn jemand Ihr Unternehmen wegen Personenschäden, Körperverletzung, Sachschäden, Verleumdung und übler Nachrede, Urheberrechtsverletzungen und mehr verklagt.
Ihr Tourfahrer könnte beispielsweise einen Unfall verursachen, bei dem Sachschäden entstehen oder jemand verletzt wird. In diesem Fall hilft die Betriebshaftpflicht, die mit den Schäden verbundenen Kosten zu decken.
Ohne diese Versicherung bringen Sie Ihr Unternehmen in eine prekäre Lage.
2. Berufshaftpflichtversicherung
Auch bekannt als Vermögensschadenhaftpflicht (Errors & Omissions, E&O) schützt Sie diese Police vor dem Risiko, wegen Fahrlässigkeit verklagt zu werden.
Zieht sich etwa ein Kunde auf Ihrer Tour eine Lebensmittelvergiftung in einem von Ihnen empfohlenen Restaurant zu, kann Ihr Unternehmen dafür haftbar gemacht werden, keine korrekten Informationen bereitgestellt zu haben. Diese Versicherung hilft, Kosten wie Arztrechnungen im Falle rechtlicher Schritte zu decken.
3. Gewerbliche Gebäude- und Inhaltsversicherung
Egal, wo sich Ihr Unternehmen befindet: Eine Sachversicherung sollte als Pflicht betrachtet werden. Diese Police schützt Ihre physischen Vermögenswerte vor Risiken wie Feuer, Diebstahl, Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen.
Wenn Sie beispielsweise am Strand tätig sind, sollten Sie in eine Sachversicherung mit Küstendeckung investieren.
4. Kfz-/Transportversicherung
Wenn Ihr Tourgeschäft Transporte umfasst (zum Beispiel eine Bustour), benötigen Sie eine Kfz-Versicherung. Sie deckt alle fahrzeugbezogenen Kosten bei einem Unfall Ihrer Mitarbeiter und Kunden.
Für Ihre Paddle-Boarding-Touren brauchen Sie beispielsweise einen Transporter für die Ausrüstung. Verursacht der Fahrer während der Tour einen Unfall, hilft diese Versicherung, die Schäden zu decken.
Außerdem darf mit dieser Versicherung jeder Mitarbeiter fahren. So können Sie sicher sein, dass Ihr Team im Notfall abgesichert ist.
5. Cyber-Haftpflichtversicherung
Diese Haftpflichtversicherung schützt Unternehmen vor Cyberangriffen und anderen digitalen Risiken.
Stiehlt beispielsweise ein Hacker vertrauliche Kundendaten von Ihrer Website oder sendet ein Mitarbeiter versehentlich sensible Zahlungsinformationen an die falsche Person, hilft diese Versicherung, die Kosten für die Datenwiederherstellung und die Wiederherstellung Ihres guten Rufs zu decken.
6. Betriebsunterbrechungsversicherung
Diese Police schützt Ihr Unternehmen vor unvorhergesehenen Ereignissen, die zu finanziellen Verlusten führen könnten.
Muss Ihr Tourunternehmen beispielsweise wegen der COVID-19-Pandemie vorübergehend schließen, hilft diese Versicherung, die während der Schließung anfallenden Kosten zu decken.
Tourunternehmen mit einer Betriebsunterbrechungspolice konnten dank des Schutzes ihrer Versicherer die Kundenerstattungen aufgrund pandemiebedingter Schließungen und Stornierungen zurückerhalten.
Weitere Best Practices zum Schutz Ihres Unternehmens
Neben den sechs oben beschriebenen Versicherungsarten gibt es weitere Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Unternehmen schützen können.
- Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter über die erforderlichen Schulungen und Zertifizierungen verfügen.
- Halten Sie Sicherheitsvorschriften ein, etwa regelmäßige Fahrzeugwartungen oder Schädlingsbekämpfung.
- Kennen Sie die Gesetze und Vorschriften, die für Ihre Branche gelten.
- Erstellen Sie einen Krisenplan und überprüfen Sie ihn regelmäßig.
- Bleiben Sie der Konkurrenz voraus, indem Sie deren Aktivitäten und Branchentrends beobachten.
Auch eine Stornierungsrichtlinie ist ein Muss. Sie sollte sogar gut sichtbar auf Ihrer Website stehen, damit Kunden wissen, was sie erwartet, falls sie ihre Tour stornieren müssen. Ihre Bedingungen sollten klar und präzise sein und keinen Raum für Fehlinterpretationen lassen.
Sorgen Sie schließlich für medizinische Notfallpläne. Finden Ihre Touren beispielsweise in Regionen statt, in denen Hurrikane oder Tropenstürme häufig sind, sollten Sie einen Plan für eine schnelle und sichere Evakuierung haben.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet eine Versicherung für Touranbieter?
Die Kosten variieren je nach Art und Umfang der benötigten Deckung. Grundsätzlich gilt: Je umfangreicher die Deckung zum Schutz Ihres Unternehmens, desto höher die Prämie.
Wie teuer ist eine Haftpflichtversicherung für Touranbieter?
Eine Haftpflichtversicherung kostet in der Regel zwischen einigen Hundert und mehreren Tausend Dollar, je nach Art und Umfang der benötigten Deckung.
Brauchen Tourguides und Reisebüros eine Versicherung?
Ja, die meisten Reisebüros und Tourguides sollten eine passende Versicherung haben, um sich und ihre Kunden vor Haftungsansprüchen und finanziellen Verlusten zu schützen. Eine Versicherung gibt zudem sowohl dem Tourguide als auch den Kunden ein beruhigendes Gefühl.
Das Wichtigste zum Schluss
Die richtige Versicherung ist ein wesentlicher Bestandteil eines erfolgreichen Tourgeschäfts.
Mit diesem umfassenden Leitfaden haben Sie nun ein besseres Verständnis dafür, welche Versicherungsarten Tourunternehmen benötigen und wie sie sich vor Haftungsansprüchen und finanziellen Verlusten schützen können.


